Gemeinsam Mobilität von morgen entwickeln
Gruppenbild KoPro 2026 Bild: Jessica Liesen
Wie könnte ein autonomes Fahrzeug für den Privatgebrauch in 2035 aussehen? Mit dieser Frage beschäftigten sich Studierende aus Wuppertal, Aachen und Seoul beim diesjährigen internationalen KoPro-Projekt. Über mehrere Monate entwickelten sie gemeinsam innovative Fahrzeugkonzepte – digital über Ländergrenzen hinweg und bei zwei intensiven Projektphasen vor Ort in Seoul und Wuppertal.
Bereits im März startete die „Kollaborative Produktentwicklung in der Fahrzeugtechnik – KoPro“. In fünf internationalen Teams arbeiteten die Studierenden gemeinsam an ihren Ideen für autonome Fahrzeuge. Dabei ging es nicht nur darum, kreative Konzepte zu entwickeln: Die Teams mussten ihre Entwürfe technisch durchdenken, Lösungen abstimmen und ihre Ideen Schritt für Schritt in konkrete Fahrzeugkonzepte überführen.
Von der digitalen Zusammenarbeit zum Modellbau in Seoul
Ende Mai wurde aus der monatelangen Online-Zusammenarbeit persönliche Teamarbeit: An der Hongik-Universität in Seoul kamen die Studierenden zusammen, um ihre Konzepte weiterzuentwickeln. Ein Schwerpunkt lag auf dem Bau physischer Modelle sowie auf der detaillierten technischen Ausarbeitung der Fahrzeuge. Beim anschließenden "Design Review 4“ präsentierten die Teams ihre Zwischenergebnisse und stellten sich dem Feedback zu ihren bisherigen Entwicklungen.
Gleichzeitig bot der Aufenthalt in Südkorea die Gelegenheit, die Teammitglieder endlich persönlich kennenzulernen und gemeinsam eine andere Kultur zu erleben. Denn KoPro bedeutet mehr als Produktentwicklung: Unterschiedliche Arbeitsweisen, Perspektiven und kulturelle Hintergründe treffen aufeinander. Die Studierenden lernen dabei, über Fach- und Ländergrenzen hinweg zusammenzuarbeiten – eine Erfahrung, die weit über das eigentliche Projekt hinausgeht.
Finale in Wuppertal
Im Juni ging es in die entscheidende Phase: Die Studierenden der Hongik-Universität und der RWTH Aachen kamen nach Wuppertal, um gemeinsam mit ihren Wuppertaler Teammitgliedern die Fahrzeugkonzepte fertigzustellen. Zwei intensive Wochen lang wurde konstruiert, diskutiert, optimiert und an den letzten Details gefeilt. Am 25. Juni war es schließlich so weit: Bei den Abschlusspräsentationen stellten die fünf Teams ihre finalen Ergebnisse vor.
Die entwickelten Konzepte überzeugten nicht nur die Studierenden selbst. Auch die Vertreter der Volkswagen-Gruppe, die beteiligten Professoren und die Mentoren zeigten sich beeindruckt von den Ergebnissen und der Arbeit der internationalen Teams.
Technik verbindet – über Grenzen hinweg
KoPro 2026 hat erneut gezeigt, wie spannend Produktentwicklung sein kann, wenn Studierende verschiedener Hochschulen, Fachrichtungen und Kulturen gemeinsam an den Mobilitätslösungen der Zukunft arbeiten.
Ein großes Dankeschön gilt allen Studierenden, Professoren, Mentoren und Partnern, die das Projekt begleitet und möglich gemacht haben.
Nach KoPro ist vor KoPro: Wir freuen uns schon auf die nächste Runde im kommenden Jahr!