ChangeHub
Projektakronym
"ChangeHub Bergisches Städtedreieck - Automatisierung von Manufakturarbeitsgängen in der Industrie"
Projektbeschreibung (Abstract)
Die Industrieregion Bergisches Städtedreieck ist maßgeblich geprägt von Unternehmen der Metallerzeugung und -bearbeitung, insbesondere der Schneidwaren- und Werkzeugindustrie. Viele dieser oft traditionsreichen, familiengeführten Betriebe stehen heute unter erheblichem globalen Wettbewerbsdruck. Ihr Erfolg basiert bislang häufig auf Manufaktur, also auf handgeführten Arbeitsgängen. Muss zum Beispiel die Klinge einer Gartenschere nach der Wärmebehandlung von Hand nachgerichtet werden, spürt eine erfahrene Fachkraft das Verhalten des Werkstoffs und reagiert intuitiv darauf. Solche Schritte sind heute in Bezug auf Kosten und Effizienz kaum noch konkurrenzfähig und erzeugen produktionstechnische Engpässe, zumal qualifizierte Fachkräfte für diese Tätigkeiten immer schwerer zu finden sind. Eine aktuelle Studie mit regionalen Unternehmen bestätigt: Manufakturarbeit ist für die Betriebe von zentraler Bedeutung, deren Automatisierung jedoch eine besondere Herausforderung.
Der ChangeHub als Transformationsplattform
Im Bergischen Städtedreieck wird durch den ChangeHub eine zentrale Transferplattform etabliert, die Unternehmen mit den Kompetenzen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen vernetzt. Das Ziel besteht darin, innovative Automatisierungslösungen in Kooperation zu entwickeln, zu evaluieren und zeitnah in die industrielle Praxis zu implementieren.
Den Mittelpunkt bildet die sensorbasierte Automation mit dem Schwerpunkt "Sensitive Robotik". Der Einsatz moderner Sensorik sowie künstlicher Intelligenz ermöglicht die Entwicklung flexibler und ressourcenschonender Robotersysteme, die eine präzise Interaktion mit Menschen und Materialien ermöglichen.
Zur Förderung des Technologietransfers werden in Unternehmen Pilotprojekte initiiert, Testmöglichkeiten für neue Anwendungen bereitgestellt und Qualifizierungsangebote für Fachkräfte entwickelt. Der ChangeHub verbindet technologische Innovation mit der Sicherung und Weiterentwicklung von Kompetenzen in der Region.
Die langfristige Intention besteht darin, den ChangeHub als Anlauf- und Transferstelle für die (über)regionale Industrie zu etablieren. Dadurch soll ein nachhaltiger Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Bergisches Städtedreieck erbracht werden.
Zwei Teilziele
Das übergeordnete Ziel, die Zukunftsfähigkeit der metallverarbeitenden Industrie im Bergischen Städtedreieck zu sichern, gliedert sich in zwei operative Teilziele:
Teilziel 1
Die unmittelbare Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch die Implementierung von niedrigschwelligen Technologielösungen, die unmittelbar in den Unternehmen umgesetzt werden können sowie durch die berufliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden.
Teilziel 2
Die mittelfristige Stärkung der regionalen Innovationsbasis durch die Initiierung neuer Forschungs- und Innovationsprojekte, die Förderung technologiebasierter Ausgründungen sowie den Aufbau einer Testinfrastruktur für sensitive Robotik.
Projektpartner
- Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (Konsortialführung)
- Bergische Universität Wuppertal
- Bergische Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid sowie
- regionale Unternehmen (KMU) (assoziierte Partner)